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Evakuierung in Wedel: Größter Einsatz im DRK Kreisverband seit über 30 Jahren

In der Nacht zum 10. Januar 2026 wurde der DRK-Kreisverband Pinneberg um 22:00 Uhr mit Vollalarm alarmiert. Anlass war eine Bombenentschärfung in Wedel: Eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war entdeckt worden und machte die Evakuierung eines großflächigen Stadtgebiets notwendig.

Am frühen Morgen des 11. Januar trafen die Bereitschaften des DRK im Bereitstellungsraum ein. Bis 11:00 Uhr mussten alle Anwohnerinnen und Anwohner in einem Radius von 1.000 Metern um die Fundstelle ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Von den rund 12.000 Menschen fanden etwa 700 von ihnen in zwei eingerichteten Sammelstellen Schutz und Betreuung durch das Deutsche Rote Kreuz.

Rund 80 Personen waren auf zusätzliche Hilfe angewiesen, um die Sammelstellen trotz Schnee und Eis zu erreichen. Eine besondere Herausforderung war dabei, dass viele Betroffene liegend transportiert werden mussten. 

Im Einsatz waren unter anderem die Sanitätsgruppe-Transport, zwei Betreuungsgruppen sowie weitere DRK-Einsatzkräfte mit Mannschaftstransportwagen (MTW).
In einer der Sammelstellen richtete das DRK zusätzlich einen Pflege- und Sanitätsbereich ein. Dort wurden insbesondere pflegebedürftige BürgerInnen durch DRK Pflegefachkräfte medizinisch betreut und versorgt.

Gegen 14:00 Uhr gab die Polizei Entwarnung: Die Bombe war erfolgreich entschärft worden. Der Einsatz für das DRK endete gegen 17:00 Uhr, gefolgt von umfangreichen Nacharbeiten der eingesetzten Einheiten.

Insgesamt waren 72 RotkreuzhelferInnen im Einsatz. 
Insgesamt mit rund 250 Kräften von DRK, Feuerwehr, Polizei und weiteren Organisationen war dies der größte Einsatz des DRK Kreisverbandes seit über drei Jahrzehnten, ein bemerkenswertes Beispiel für aktiven Bevölkerungsschutz.

Vielen Dank an alle Partnerorganisationen und Behörden für die reibungslose Zusammenarbeit, insbesondere an die DLRG Wedel, die Feuerwehr, die Polizei, den Kampfmittelräumdienst sowie an die Stadt Wedel.

Ebenso danken wir den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Evakuierungsmaßnahmen.

Nicht zuletzt bedanken wir uns von Herzen bei allen eingesetzten Rotkreuzhelferinnen und Rotkreuzhelfern! Euer Engagement, die Professionalität und Menschlichkeit haben diesen Einsatz erfolgreich gemacht.